Schrägaufzug für Burg Hohenwerfen, Salzburger Land
Burgen haben einen historischen Ursprung, doch gewisse Dinge müssen der
Neuzeit angepasst werden, wenn die Liegenschaft zeitgemäß genutzt
werden soll. Andernfalls werden sie schnell zu Ruinen. Den Übergang zu
einer neuen Nutzung hat auch die Burg Hohenwerfen erfahren. Ab Juni
2006 soll es einen Schrägaufzug zum Burghof auf 700 m/Meeresspiegel
geben. Eine Höhendifferenz von 114 m (Parkplatz bis Burghof) kann dann
mühelos in knapp 2 Minuten zurückgelegt werden.
Seit dem Auszug der Salzburger Gendarmerieschule 1987 und der damit
verbundenen Neupositionierung bietet Hohenwerfen ein vielfältiges und
abwechslungsreiches historisch orientiertes Tourismusangebot. Von Ende
März bis Anfang November ist die Burg für jedermann zugänglich:
Burgführungen, Greifvogelschau, Sonderausstellungen, Mittelalter- und
Kinderfeste, Ritterschmaus und vieles mehr begeistern bis zu 130.000
Gäste pro Jahr. Die Einnahmen liegen bei ca. € 900.000, Stand 2004
(Gesamteinnahmen aus Tourismus, Verpachtung, Veranstaltungen).
Parallel zum Freizeitangebot finden eine Vielzahl von Kultur- und
Privatveranstaltungen statt. Dank der prominenten Lage direkt an der
Autobahn bzw. im Einzugsbereich der Stadt Salzburg und der umliegenden
Tourismusgemeinden zählt die Burg zum Publikumsmagnet der Region. Die
Umsatz- und Besuchersteigerungen in den letzten 2 Dekaden waren
ausschlaggebend, sich mit dem Thema "Aufstiegshilfe" zu befassen.
Recherchen zeigten, dass Aufstiegshilfen auf Österreichs Burgen in den
letzten Jahren sehr populär geworden sind. Die Salzburger Burgen- und
Schlösserbetriebsführung führte in der Folge eine
Wirtschaftlichkeitsberechnung durch. Danach müsste sich der
Schrägaufzug in ca. 10-12 Jahren amortisieren, vorausgesetzt es treten
keine gravierenden Umstände ein, auf welche die Burgverwaltung keinen
Einfluss nehmen kann.
Die Kostenschätzung für das gesamte Projekt beläuft sich auf ca. € 2
Mio. basierend auf den Erfahrungswerten jener Burgen, wo sich die
Aufstiegshilfen bewährt haben, ist mit ca. 40 % Bergfahrten bzw. 20%
Talfahrten aller Gäste (Ausgangbasis 2004: 130.000 Besucher p.J.) zu
rechnen. Die Auffahrt - bzw. Abfahrt ist optional, der Fußweg bleibt
weiterhin bestehen. Die Kabine fasst 25 Personen - ca. 270 Personen
können pro Stunde/Richtung befördert werden. Mit einer
Besuchersteigerung von 5 - 10 % wird kalkuliert - vor allem aus dem
Sektor Reise- und Busgruppen sowie bei Familien- und Firmenfeiern.
Die Inbetriebnahme ist für Ende Mai/Anfang Juni 2006 geplant - genau zu
jener Zeit, wenn die Hochsaison für die Burg beginnt.
Weitere Informationen: Barbara Walton, Salzburger Burgen- & Schlösser
Tel. +43-662-846181, e-mail:
sbsb.walton@aon.at
Bild v.l.n.r.: P.
Meikl (Burgverwalter), Betr.Oec. K. Wohlgenannt (ABS Transportbahnen),
Mag. B. Walton (Salzburger Burgen & Schlösser), LHStv. Dr. O. Raus
(Land Salzburg), Dipl. Ing. P. Kerschhofer (Hochbau,Sbg. Landesregierung)